Warum ist Ihr Buch nicht bei Amazon erhältlich, Herr Gronemeyer?

Das wurde ich zuletzt immer wieder gefragt. Und meine Antwort ist stets diese:

Weil die Konzernmacht von Amazon für diese alte Ökonomie steht, gegen die ich in vögeln gerade anschreibe. Man kämpft doch nicht gegen eine raffgierige Macht, die Löhne drückt, Mitarbeiter schikaniert, sich der Besteuerung entzieht und mit ihren Rabattforderungen den Buchmarkt verwüstet, um sich dann mit ihr gemein zu machen, oder?

Amazon bedient nicht unser Bedürfnis nach Bequemlichkeit, sondern erzeugt es erst. Der Konzern suggeriert den vielen kleinen Lieferanten, dass im „Glanz der Macht“ ihr Geschäft quasi von alleine läuft. Weit gefehlt: Bei Amazon gelistet zu sein, bedeutet gar nichts (wie ich an meinen letzten drei Büchern erfahren konnte), vielmehr verfrühstückt das Unternehmen ganz hemmungslos die anderweitig mühsam erarbeitete Popularität eines Buches. Getreu dem Motto: Du machst die Arbeit, wir den Gewinn!

Besonders ärgerlich ist die Unart von Amazon, einfach das Verzeichnis lieferbarer Bücher des Börsenvereins des deutschen Buchhandels auf ihre Server zu kopieren und alle, die sich nicht unterwerfen wollen, mit „nicht lieferbar“ zu markieren. Wer sich nicht auskennt, denkt: Schade, das Buch gibt es nicht mehr.

Insofern beliefere ich ausschließlich den stationären Buchhandel (Hinweise für Buchhändler). Und direkt bei mir bestellen kann man natürlich auch.